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In der Zeit der Dithmarscher "Bauernrepublik" (1227-1559) entwickelte sich bei Großbauern allmählich ein repräsentativer Lebensstil, der keinesfalls auf alle Dithmarscher übertragen werden darf. Gegenstände des Luxuskonsums, darunter Silberschmuck und andere Ausstattungsstücke aus Silber und Gold waren wenigen vorbehalten.
Dieser im Museum zu besichtigende, aus Silber gegossene Besteckköcher, der zum Kleidungszubehör einer wohlhabenden Dithmarscherin zählte, ist eines davon. Das Messer und die Gabel mit zwei langen Zinken fehlen zwar, aber der Haken zum Entfernen von Speiseresten aus den Zähnen und der kleine Löffel zum gelegentlichen Reinigen der Gehörgänge sind erhalten geblieben. Sie hängen beide links und rechts am Besteckköcher. Offensichtlich waren die Tischsitten des 15./16. Jahrhunderts in Dithmarschen nicht sehr streng.

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